Bäume üben eine besondere Faszination aus. Wir verbinden mit ihnen Empfindungen, die auch in unserem Leben einen großen Platz einnehmen – Stärke, Hoffnung, Langlebigkeit, Beständigkeit, Widerstand gegen die Gezeiten. Sie wecken die Urkraft in uns, sie lehren uns Geduld, Ausdauer und eine Art der Kommunikation, die sich uns nicht sofort erschließt.

Auf unserem Grundstück haben wir einige alte Bäume – Eichen, Pinien, Walnuss- und Haselnussbäume, Tannen und viele alte Obstbäume darunter eine Birne, die laut Nachbar, 100 Jahre alt sein sollte – sie trägt noch immer herrliche Früchte.

In den letzten Tagen war das Wetter herrlich und ich habe die Gelegenheit genutzt, »meine« Bäume zu pflanzen. Einen Olivenbaum, den ich seit 18 Jahren habe und der alle Wetterunbillen bereits bestanden hat vom Frost über Hagel und Schnee bis hin zu langen Hitzeperioden. Drei Avocadobäumchen, die ich aus einem Kern gezogen habe und die ebenfalls wettererprobt sind und der Weihnachtsbaum von 2019 dem, wenn es nach mir geht, viele weitere folgen sollten.

Es war anstrengend aber es war schön. Ich hatte das Gefühl etwas für eine kleine Ewigkeit zu pflanzen, etwas, das meinen Kindern und vielleicht Enkeln einmal Freude oder Trost spenden könnte und etwas das einfach Bestand hat. Ich muss zugeben, es hat mich mit großem Stolz erfüllt und seitdem »besuche« ich sie bei jeder Gelegenheit, streife mit meinen Fingern über ihre Blätter bzw. Nadeln und bin einfach nur glücklich.