Unsere Hunde

Ein Lieblingsplatz im Winter – gut aufgeteilt

Seit ich denken kann hatte ich Hunde. Oh nein ich habe nichts gegen Katzen, auch sie haben mein Leben begleitet – aber Hunde waren immer da. Ich habe nie einen gekauft, sie sind immer, irgendwie, zu mir gekommen.

Vor 20 Jahren habe ich dann meinen ersten Freund vom Tierheim abgeholt. Ich habe keinen Sinn darin gesehen, hunderte von Euro für einen Hund aus einer Zucht auszugeben, wo es doch so viele arme Kreaturen in den Tierheimen gibt, die, oftmals schon seit Jahren, ein neues Zuhause suchen. Und, um es vorweg zu nehmen, wir wurden nie enttäuscht.

Funky & Katja ein paar Tage vor ihrem Abschied

Vor 10 Jahren war es wieder soweit – Funky (eine Mischung aus irgendwas) und Milka (eine Beagle-Dackel Mischung, ja ja stur steht ihr auf der Stirn geschrieben), ein und drei Jahre alt, wurden von uns abgeholt. Irgendwann habe ich einen Anruf aus dem Tierheim bekommen, sie hätten noch eine ältere Yorkshire-Dame (9 Jahre), die als Zuchthund benutzt wurde, 100 Babys gebar und jetzt »entsorgt« wurde. Natürlich habe ich ja gesagt. Sie hatte noch neu wunderschöne Jahre mit uns und ist letzten Herbst – hochbetagt und senil – über den Regenbogen gegangen.

Katja – nachdem sie von uns gegangen ist

Ich wollte sie nicht »ersetzen« aber wenn ein Hündchen uns findet, werde ich es sicher nicht abweisen, war meine Devise. Und Ihr ahnt es bereits – sie hat uns gefunden und es war ein Chihuahua – Lady (na ja Nomen est Omen)! Eigentlich eine Hunderasse, von der ich nicht viel gehalten habe. Aber, man sollte nie nie sagen, das sollte ich eigentlich schon gelernt haben. Ein Scheidungshund, dessen Besitzer einen Notruf abgesetzt hatte, denn einen Tag später wäre auch sie im Tierheim gelandet (sie war in einer kleinen Wohnung alleine und hat den ganzen Tag gebellt, da der Besitzer arbeiten musste und da hatten die Mitbewohner ihm ein Ultimatum gestellt).

Es ist schön, am Morgen von einer Fellnase geweckt zu werden. Lady ist erst vier Jahre alt und animiert die beiden älteren (10 und 12) zum Spielen, macht Faxen und bringt uns alle zum Lachen. Mit den großen mache ich fast täglich einen Spaziergang durch den Wald und die angrenzenden Wiesen und die Kleine darf mit auf die Märkte.

Es ist schön, wenn man von einem Essen nach Hause kommt und ein Empfangskomitee wartet und alle freuen sich, als ob wir eine Weltreise gemacht hätten. Sie fühlen mit, wenn man einmal traurig ist, sie wachen über uns, wenn der Briefträger kommt und ganz allgemein – ich könnte mir ein Leben ohne meine Vierbeiner nicht vorstellen.

Tja und gerade sind wir dabei, bei »SOS Poule« ein paar ehemaligen Batterie – Legehennen einen schönen Platz im Freien zu gestalten (Häuschen und Zaun muss wegen der Wildtiere sein) und einem Esel und einem Pferd (beide aus dem Tierschutz) noch einen schönen Lebensabend zu bieten. Aber das wird eine andere Geschichte.

2 Kommentare

  1. Erni und Raimund Mayr

    Hallo Beatrice !
    Deine Bild – Text – Kombinationen sprechen unmittelbar an. Was für ein wunderbares Hundeleben ! Wer ist da mehr zu beneiden : Vier- oder Zweibeiner ?
    So wie du alles schilderst, fühlt man sich auch dabei. Danke !

    • Beatrice

      Liebe Erni und lieber Raimund,
      Ein großes Danke für Euren Kommentar und Euer positives Feedback – noch dazu von so weit weg.
      Wir sind alle sehr sehr glücklich hier und die Menschen und die Natur tun ihr Übriges:)
      Euch beiden auch alles alles Liebe – ich denk an Euch

      Beatrice

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