… und willkommen Leben. Ja ich weiß, in den letzten Wochen habe ich mich rar gemacht, zumindest beim Schreiben denn das Leben hat sich zum großen Teil draußen abgespielt – im Gemüsegarten, hinter dem Haus, vor dem Haus und… bei Freunden.

Nach dem Aufheben der Quarantäne bin ich erstmals wieder am Montag auf unseren kleinen Markt in Sainte Alvère gegangen und am Dienstag nach Le Bugue. Alle Händler waren da und man konnte die Freude über die neue Freiheit förmlich spüren aber vor allem hören. War es in den letzten Monaten still, unheimlich still manchmal, so war endlich wieder lautes Stimmengewirr zu hören. In den Gärten wurden die Tische aufgestellt und erste Freunde mit lautem Lachen begrüßt, mit den Händlern wurde viel gequatscht- man hat sich ja lange nicht gesehen, Freunde haben sich begrüßt und sogar die Hunde hatten wieder ihre Freude.

Einen Geburtstag konnten wir auch wieder feiern (mein Mann) und erstmals seit Monaten war der Jungbauer und seine Frau wieder vereint mit uns an einem Tisch. Es wurden Neuigkeiten ausgetauscht und über die Entscheidungen der Politik diskutiert. Vor allem aber wurde viel gelacht und wir haben uns um ein Uhr Früh voneinander verabschiedet.

Im Garten haben die Kröten Nachwuchs bekommen – sie sind jetzt zu fünft – und sind wunderbare Helfer gegen meine Nacktschnecken. Seitdem diese total aus dem Gemüsegarten verschwunden sind – durch nächtliches Entfernen und mit Hilfe der Kröten – blüht und gedeiht alles.

Das Wetter ist herrlich, bei bis zu 32 Grad kann man schon das Schwimmbad genießen und was das Schöne in dieser Gegend ist – es regnet immer wieder einmal zwischendurch, sodass die Natur förmlich explodiert.

Der Altbauer musste einen schweren Verlust hinnehmen – 12 seiner 15 Hühner überlebten eine Raubtierattacke nicht (wer es war ist nicht ganz klar) und so wurde das Freigelände mit Hilfe aller Nachbarn mit einem großen Netz überspannt. Und morgen am Mittwoch kommen die neuen Hühner, was natürlich gefeiert werden muss.

Die Wiese wurde zum ersten Mal gemäht (es duftet herrlich nach Heu) und sogar die Kühe haben ihre Freude am satten Grün der Wiesen, obwohl sie von der Quarantäne nichts mitbekommen haben.

Tja und morgen, den zweiten Juni gehen die Restaurants, Bars, Kaffeehäuser, Parks, Vergnügungsparks, Campingplätze, Museen und sonstiges wieder auf. Die Auflagen sind streng aber die Menschen haben sich daran gewöhnt. Was soll’s, besser als zu Hause sitzen ist es allemal.

Die Tomatenstauden tragen schon viele Früchte, so wie er ganze Gemüsegarten sich wieder in eine kulinarische Speisekammer verwandelt. Man kann seinen frischen Salat wieder mit frischen Kräutern würzen und frische Blumen auf den Tisch stellen.

Das Leben ist wieder zurück gekehrt – mit allen Sinnen – es ist schön.

A bientôt und diesmal früher – versprochen!