Markttag am Weltfrauentag

Gestern war Weltfrauentag und ich besuche gleichzeitig einen meiner Lieblingsmärkte in St. Cyprien und mein Mann hat sich zu diesem besonderen Anlass entschlossen, mich zum Essen einzuladen.

Der Morgen war noch ein wenig verregnet aber ab dem späten Vormittag schien das Wetter vielversprechend zu werden. Die Sonne wollte sich zeigen und ihre Wärme ist deutlich zu spüren und sie tut gut.

Wenn ich in den Supermarkt gehe, habe ich immer eine Einkaufsliste dabei und sehe, dass ich so schnell wie möglich wieder hinauskomme. Bei den Märkten ist das völlig anders, hier brauche ich keine Einkaufsliste, denn alle die wunderschönen Stände sind eine einzige Inspiration. Meine »innere« Einkaufsliste wächst von Stand zu Stand, bei den vielen wunderbaren Angeboten bin ich einerseits hier aber auch ein wenig zeitgleich schon in der Küche und auf dem Esstisch.

Meistens parke ich am östlichen Ende unter der Altstadt bei der Bank, um mich bis zum finalen Höhepunkt am Stadtbrunnen »durchzuarbeiten«, wie praktisch, dass es dort ein gutes Restaurant gibt, in dem man herrlich essen kann und eine super Aussicht auf das Marktgeschehen hat.

Der Frühling nähert sich in Riesenschritten und man bekommt große Lust auf Frisches. Ich selbst habe in meinem Garten noch reichlich Gemüse (Grünkohl, Kohl, Mangold, Rosenkohl und Rhonen) aber ich lasse mich immer gerne überraschen, was ich noch ergänzen kann.

Als Biofreak werde ich in unserer Ecke mehr und mehr fündig dh es gibt vermehrt junge Landwirte, die sich mit viel Energie und Enthusiasmus auf das Abenteuer BIO einlassen und ich kaufe IMMER bei ihnen ein wie zB bei Christoph, der nicht nur Landwirt sondern auch Fotograf ist. Um ganz ehrlich zu sein, bin ich ein sehr neugieriger Mensch und mich interessieren die Menschen und ihre Geschichten, die sich hinter den Marktständen verbergen. Das wird sicher eines meiner nächsten Projekte werden und ich kann es kaum erwarten, mehr über sie zu erfahren, ihr Leben, ihre Geschichten und ihre Träume.

Auch einige »Ausländer«, die sich in das Perigord verliebt haben und einfach hier geblieben sind, verkaufen ihre kreativen und leckeren Produkte wie zB Elmar und seine Frau (der Name verrät es, er ist aus Deutschland), die mit selbst zubereiteten Köstlichkeiten meinen Küchenalltag erleichtern.

Und am Ende steht ein voller Einkaufskorb und der versprochene Besuch im Restaurant. Mein Mann freut sich immer auf die regionalen Köstlichkeiten mit Fleisch und ich, als eingefleischte langjährige (35 Jahre) Vegetarierin auf die Variationen ohne Fleisch wie zB gebackener Camembert, der im Ganzen auf dem Teller serviert wird (ohne Panier), herrlich riecht und geschmolzen, mit einem köstlichen Baguette, alle Geschmacksknospen zum erblühen bringt. Ein Gläschen Rosé rundet unser »Festmahl« zum Frauentag ab. Aber das ist ein anderes Thema.

A bientôt

2 Kommentare

  1. Jacqueline

    sehr toller Markt und Platz, ich hab noch viel in dieser Ecke zu entdecken aber bald ist der Ruhestand für mich…

    • Beatrice

      … oh ja und im Ruhestand hat man Zeit und Muse

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