In sehr einfachen Verhältnissen aufgewachsen habe ich schon früh gelernt, mich mit Wenigem zufrieden zu geben und das was ich habe zu schätzen. Wie in den meisten Vitas war mein Leben eine Berg- und Talfahrt und ich hatte das Privileg, vieles auszuprobieren. Ein Privileg deshalb, weil ich dadurch nicht nur Vergleichsmöglichkeiten hatte und habe sondern auch eine Wahl.

Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich generell den westlichen Lebensstil und auch im Speziellen meinen persönlichen hinterfragt habe.

Ist es wirklich so erstrebenswert immer die neuesten Schuhe zu kaufen, die x-te Jean, Restaurants zu besuchen, in denen einem die Freude spätestens beim Bezahlen der Rechnung verging, die tollsten Urlaubsreisen zu buchen, das neueste Handy zu kaufen, den Friseurbesuch um meine Haare wieder chemischen Farben auszusetzen und und und …? Nein! Ich habe lange reflektiert und darüber meditiert und es war ein klares und lautes NEIN.

Die Alternative war »zurück zu den Wurzeln«, zum einfachen Leben, zu bewusstem Konsum, zurück zu den einfachen Dingen des Lebens. Zeit für mich, für die ganz normalen täglichen Bedürfnisse, Zeit für Familie, Freunde, die Hunde – das Leben selbst. Vor allem aber will ich meine Zeit nicht mehr mit Warten verschwenden, warten auf Ereignisse in der Zukunft, von denen wir unser Glück oder unser Wohlbefinden abhängig machen und … die mit höchster Wahrscheinlichkeit niemals eintreffen.

Einfach leben bedeutet nichts zu verschwenden, weder Lebensmittel, noch materielle Dinge noch Zeit. Einfach mit dem zufrieden sein was ist und die Dinge tun, die man zu tun hat – einfach so. Das Einzige, das ich verschwenden will ist Liebe, Freude, Zuversicht und Mitgefühl für unseren wunderbaren Planeten und alles was darauf »kreucht und fleucht«.