Wenn man den Wohnort wechselt ist das eine großartige Gelegenheit seine „Besitztümer“ ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Und Ihr ahnt es schon – es wurde aussortiert und zwar kräftig. Mein neues Leben sollte schlanker beginnen, ohne unnötigen Ballast. Und so war es dann auch. Das Einzige, auf das ich nicht verzichtet habe waren beim Blumen, Sträucher und … mein inzwischen 18-jähriger Olivenbaum, der einen besonderen Platz bekommen sollte. 

Und so bin ich meinem „neuen Leben“ entgegengefahren und – wie ich mir geschworen habe – ohne große Erwartungen.

Bei unserer Ankunft waren alle Einwohner des Hameau anwesend um zu begutachten, was sie wohl alles erwarten wird. An ihren Gesichtern war zu erkennen, dass sie mit dem was sie sahen und hörten zufrieden waren. 

Das Abenteuer konnte beginnen. 

Die ersten beiden Monate haben wir im Gîte der Vorbesitzer gewohnt. Mit 55 m2 ein kleiner Schatz mit allem was dazugehört. Die erste Nacht habe ich das Fenster offen gelassen und da war – NICHTS. Nur Stille und die Jagdschreie des Waldkauzes.

Am nächsten Morgen bin ich, nach einem tiefen und traumlosen Schlaf, vom Gesang der Vögel geweckt worden. Sofort bin ich zur Haustüre gerannt, um im Freien die frische Morgenluft einzuatmen und alles auf mich wirken zu lassen. 

Da standen auch schon die Vorbesitzer, die noch im Haupthaus wohnten, vor uns, um uns im Garten zu einem Frühstück einzuladen. Es war herrlich. 

Bei Sonnenschein, Vogelgezwitscher, Kaffee und Croissants haben wir uns eingestimmt – auf unser Leben in der Dordogne.